Arsis Informatik
Startseite · Kontakt · Sitemap · English   

Nachgelesen auf Cashdaily.ch

Cash Daily hat heute einen Artikel veröffentlicht, welcher unsere Erfahrungen auf eine Weise widerspiegelt, dass wir ihn hier nochmals unseren Kunden zur Verfügung stellen möchten! Dem Autor Ruedi Arnold möchten wir hiermit herzlich danken!

Ein schlechter Chef ändert sich nie mehr

«Soft Skills» wie Führungskompetenz oder Teamfähigkeit erhalten in Stellenanzeigen mehr Gewicht. Dumm, dass man sie nicht lernen kann.

Gerhard Roth ist von Berufs wegen ein richtiger Miesepeter. Einem Chef der verkrampft ist und nicht fähig, sich in die Mitarbeiter hineinzudenken und zu -fühlen, kann der Neurobiologe keine Hoffnung machen. «Die Persönlichkeitszüge lassen sich, wenn überhaupt, nur in einem geringen Mass und mit erheblichem Aufwand ändern», sagt der unter Hirnforschern weltbekannte Professor an der Universität Bremen. «Wer etwas anderes verspricht, ist ein Scharlatan,»

Kleine Fortschritte nur bei jahrelangem Training

Führungsfähigkeit beispielsweise sei zu mindestens zwei Dritteln in der Persönlichkeit verankert, das restliche Drittel lasse sich möglicherweise trainieren. weiss Roth. «Aber nur in einer jahrelanger Prozedur. »

So offene Worte eines renommierten Professors werden jenen Seminaranbietern nicht gefallen, die genau das versprechen, was Roth für unmöglich hält: die Änderung der Persönlichkeitsstruktur und damit der Charakterzüge in relativ kurzer Zeit. Das ist fatal: „Soft Skills" abzufragen ist grosse Mode. Häufig wird die ganze Liste in die Stellenanzeige eingerückt, ohne zu überlegen, welche für den ausgeschriebenen Job wirklich wichtig sind. Viele Arbeitgeber legen darauf gleich viel Wert wie auf „Hard Skills" wie Ausbildung, Erfahrung, Leistung.

Nur sind diese einfacher zu überprüfen als schwammige Begriffe wie Teamfähigkeit.

Was können Bewerber tun, wenn die für den Job wirklich unerlässlichen Skills fehlen? Roth hat nur einen Rat: „Man kann die Persönlichkeit nicht der Umwelt anpassen. Also suchen Sie sich die Umwelt, die zu Ihrer Persönlichkeit passt.
Das Temperament zum Beispiel bleibe dem Menschen ein Leben lang erhalten, sagt Roth. Und an diesen sind Merkmale wie Fleiss, Sauberkeit, Pünktlichkeit oder Disziplin gebunden.

Ein notorisch unpünktlicher Mensch mag unter dem Zwang der Rekrutenschule vorübergehend zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein, danach fällt er aber in seine Gewohnheiten zurück. „Sogar gravierende Nachteile können ihn oft nicht kurieren", sagt Roth.

Quelle: Cashdaily.ch vom 28. September 2007, Autor Ruedi Arnold



Suche



Zurück · E-Mail · Impressum · Kontakt · Seitenanfang